... aus Lust am Geräusch.

2005 trafen sich die zu der Zeit quer über Nordrhein-Westfalen verstreut lebenden Akteure zum ersten Mal zu einer Session. Getrieben von der Lust am Geräusch hat sich so unter dem Namen SMOklang ein offenes Kollektiv zusammengefunden, aus dem wenig später die Gruppe rohton hervorging.

Fasziniert von der Atmosphäre und Akustik besonderer Orte, bespielt rohton bevorzugt Relikte des Industriezeitalters und andere akustisch interessante Umgebungen. rohton versteht sich als reines Improvisationsprojekt, das auch auf der Bühne oder im Studio unmittelbar Klang- und Musikgebilde schafft. Einige Elemente und Instrumente kehren dabei wieder, während sich der Gesamtklang rohtons fortwährend um neue Klänge und Stimmungen erweitert. Auch wenn Live-Aktionen und das Instrumentarium aufwendig vorbereitet werden, ist der eigentliche Ablauf nicht vorbestimmt, sind keine Stücke komponiert, ist kein Arrangement geprobt. Das Gehör erschafft die Musik.

Mit den Aufzeichnungen der Aktionen entstehen an jedem Spielort Ton- und Bilddokumente unwiederholbarer Spontankompositionen. Auszüge dieser Aufnahmen werden in kleinen, zumeist handgefertigten Auflagen auf Tonträgern im Eigenvertrieb veröffentlicht und zusätzlich auf den Websites www.rohton.de und www.smoklang.de bereitgestellt.

Der ausgedehnte Hall und die Atmosphäre in dem mittlerweile abgerissenen Gasometer der ehemaligen Kokerei Hansa in Dortmund prägte die Gründung von rohton. Fragmente der Aufnahmen, die hier entstanden, werden nach wie vor in die Live-Performances eingearbeitet. Das erste rohton Konzert fand 2006 im Ludwig Forum Aachen im Rahmen der Nacht der Museen statt. Zur Extraschicht 2007 bespielte rohton in einer siebenstündigen Performance einen der beiden Kohlentürme der Kokerei Hansa. In den Jahren 2011 bis 2013 gab rohton unter anderem eine Serie von drei jeweils dreistündigen Performances auf der Nacht der Klänge im Betonkanal der Fahrstraße unter der Universität Bielefeld: unterhallen, unterströmen und unterrauschen.